Hamburg schneeweiß

Hamburg, 18. Januar. Es schneit. Was für eine Überraschung. Die zwei Zentimeter Weiß sehen schön aus, allerdings nur einen guten halben Tag. Ich sitze im Auto und es ist wie jedes Jahr. Einige Fahrzeuge um mich herum fahren halt, viele andere versuchen es. So, wie der Kompaktwagen vor mir. Langsam kommt er in Fahrt, und langsam bleibt er auch. Jedes, kaum erklärbare Bremslichtzucken schreibt mir rot auf die Windschutzscheibe: Ich habe Angst. Sehr große Angst. In Kurven eskaliert es, dokumentiert durch noch mehr Zucken und noch weniger Tempo. Ich habe also genug Zeit darüber nachzudenken, wie es wohl in Bayern zugeht, oder in Österreich. Obwohl, ich war schon bei Schnee dort und keinen interessierts. „Passt schon“ heißt es und los gehts. Sollte ich lieber Bahn fahren? Die fährt gar nicht. Blöd, aber wenigstens konsequent. Der erwähnte Kompaktwagen war leider nur ein Beispiel. Was tun, liebe wenig schneeaffine Autofahrer/innen? Üben üben üben, zur Not mit professioneller Hilfe. Oder mobile Alternativen entdecken. Alles andere ist sehr anstrengend, für alle Beteiligten. Meine Meinung.