Mal Fun, mal Front

Vielleicht hat Deutschland im Fußball noch Luft nach oben, in Sachen Sommer sind wir in diesem Jahr Weltmeister. Genießen wir es – wie ich gestern bei einem freiluftigen After-Work-Vino, zu dem sich ungeplant noch eine Pizza Calzone inklusive zweitem Getränk gesellt hat. Egal. Austragungsort: Hamburg, Schanzenviertel, direkt gegenüber der Roten Flora („… bekannter politischer Störfaktor im Stadtteil und Projekt für (post-)autonome Politikformen“, Zitat, ohne Kommentar). Die Outdoor-Restaurants und -Bars sind voll, die Straße belebt mit erfrischend lässigem Publikum. Purer Genuss, käme ich nicht ins Grübeln: Zu Mai-Feiertagen, Gipfeln und gern auch „einfach mal so“ herrschen genau auf diesen Metern kriegsähnliche Zustände, Gewalt und heftige Zerstörung. Mitten in Hamburg, mitten in einem Wohngebiet, mitten in einem kultigen Szene-Hotspot. Was soll das? Wie kann sich eine Stadt augenscheinlich rechtsfreie Zonen leisten? Natürlich, das Demonstrationsrecht ist heilig und darf es von mir aus bleiben. Sinn- und friedvoll. Wenn jedoch aus jahrzehntelanger Erfahrung und mit Vorankündigung von Autonomen, Anarchisten, Extremisten, Hooligans, Terroristen – von allem etwas ist die Gesinnung wohl treffend beschrieben – klar ist, dass Lebensqualität in Schutt und Asche gelegt werden soll, gehören solche Veranstaltungen schlicht verboten. Sollte jemand Gegenargumente haben, her damit, ich bin sehr gespannt. Es ist völlig absurd, dass einige wenige die Rechte aller derart einschränken und dabei sogar das Leben von Sicherheitskräften massiv gefährden dürfen. Meist straffrei und wenn, kaum abschreckend. Und natürlich unbeteiligten Dritten große materielle Schäden zufügen können, ohne nachhaltig dafür in Anspruch genommen zu werden. Fußballspiele, Megapartys und andere Großevents sind auch gern betroffen. Generelle staatliche Gewalt und Härte ist niemals wünschenswert, aber wer es provoziert, dem kann doch geholfen werden, oder? Meine Meinung.